Dezember 2016     70. Ausgabe   -   auszugsweise

 

„Wer´s mit Ende 20 nicht geschafft hat, schafft´s nimmer mehr!“

 

Die Klasse 9/10 besuchte das Gewandhaus in Leipzig. Dabei durften sie für die Inselgörn ein Interview mit dem Flötisten Manfred Ludwig führen, der Mitglied des Gewandhausorchesters ist.

War Ihr jetziger Beruf schon immer ihr Traumberuf?

ML: Mit 5-6 Jahren fing ich an die Flöte zu spielen. Daraus entwickelte sich ein Hobby und ich hatte auch ein gewisses Talent, welches mir später einige Erfolge einbrachte.

Wann haben sie angefangen ein Instrument zu spielen?

ML: Mit ungefähr 5 habe ich mit einer Blockflöte angefangen und später bin ich zu einer Kinderquerflöte gewechselt. Mit 13 fing ich an in einem Orchester zu spielen.

Wie sieht ein typischer beruflicher Werdegang aus?

ML: Meine berufliche Laufbahn ist ziemlich typisch, denn ich habe ein Studium gemacht, in welchem die Musik, die Theorie und der Chorgesang Hauptbestandteil waren. Außerdem musste ich das Klavier als 2. Instrument lernen.

Was macht ihren Beruf so einzigartig?

ML: Im Orchester des Gewandhauses muss man an einem Vorspiel teilnehmen, um angenommen zu werden. Nachdem man dies geschafft hat, wird man ein Jahr getestet, um zu überprüfen, ob die nötigen Sozialkompetenzen vorhanden sind. Ich finde es auch interessant, dass jedes Konzert anders ist, da die Gefühle in der Musik wiedergespiegelt werden und sich dadurch verändern. Durch die Größe des Orchesters gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Stilen und Musikrichtungen, die man spielen kann. Deshalb muss man auch in der Lage sein, Kompromisse zu schließen.

Welche Fähigkeiten werden in ihrem Beruf angefordert?

ML: Wie ich eben schon genannt habe, ist die soziale Fähigkeit sehr wichtig, aber auch das Durchhaltevermögen für das Studium muss vorhanden sein. Da ich ein Flötist bin, brauche ich z.B. ein größeres Luftvolumen in der Lunge als zum Beispiel ein Pianist.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten ste-hen Ihnen zur Verfügung?

ML: Es gibt keine richtigen Weiterbildungsmöglichkeiten. Bei uns werden Workshops angeboten um z.B. im Stil des Barocks zu spielen, um den Horizont zu erweitern.

Dürfen wir Sie fragen, ob man als Profimusiker gut leben kann?

ML: Ich kann gut als Flötist leben, da das Gewandhausorchester so groß und international bekannt ist. Es gibt allerdings viele mehr Absolventen an den Musikhochschulen in Deutschland, als es Stellen gibt, mit denen man gut seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Deshalb braucht man immer einen Plan B in der Tasche, was man machen kann, wenn man sich bis Ende 20 bei keinem Vorspielen durchgesetzt hat. Einen solchen Plan hatte ich auch.

Deshalb braucht man immer einen Plan B in der Tasche, was man machen kann, wenn man sich bis Ende 20 bei keinem Vorspielen durchgesetzt hat. Einen solchen Plan hatte ich auch.

Was macht das Gewandhaus so besonders und berühmt?

ML: Das Gewandhaus ist berühmt, weil es das größte Orchester der Welt besitzt und auch in der Oper und in der Thomaskirche spielt. Zudem besitzt es eine lange Geschichte, denn Beethoven und Mozart haben früher hier gespielt, wo wir nun sind.

Spielen sie nur ein Instrument?

ML: Ich habe für das Studium das Klavier erlernen müssen. Auf diesem Niveau muss man sich aber dauerhaft auf nur ein Instrument konzentrieren.

Spielen Sie in nur einem Stück?

ML: Nein, in dieser Woche spiele ich in 3 anderen Stücken mit. Da wir 3 Querflöten unserem Orchester haben, sind wir ziemlich oft in den Konzerten dabei.

Welches ist ihr Lieblingsstück?

ML: Ich habe kein Lieblingsstück, aber am meisten mag ich es Kompositionen von russischen Musikern zu spielen, da dort eine gewisse Lautstärke vorhanden ist. Schostakowitsch, Tschaikowski und Rachmaninow fallen mir da spontan ein.

Welche Musik hören Sie in Ihrer Freizeit?

ML: (lacht) Ich höre am liebsten elektronische Musik. Ich gehe zum Beispiel gerne in Clubs feiern, in denen Techno gespielt wird.

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Wurzelwerk gegen Regionale Schule endete unentschieden

 

Wie jedes Jahr veranstaltete unsere Schule einen Heidetag. Wie wir alle wissen, ist unsere Heide davon bedroht, zuzuwachsen und damit zu verschwinden. Deswegen gingen wir in die Heide und entwurzelten kleine heranwachsende Bäume und zupften kleinere Bäumchen heraus. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Am Ende vergnügten sich viele Kinder und hopsten die Dünen herunter.


Hier war die Wurzel stärker: Oles, Johannes´ und Herrn Hitschfelds Bemühungen endeten auf dem Hosenboden.

 

Die Mädchen zeigten dem vermeintlich starken Geschlecht, wie´s richtig gemacht wird.

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Wo warst du denn,...

Sophia Marie Bach?

Irland, was bringe ich damit in Verbindung? Kobolde, Regenbögen, Gold, Elfen, Fantasie. Doch was stimmt aus den ganzen Erzählungen? Ich war dort und habe so einige Erfahrungen sammeln können. Wenn ich ehrlich bin, war diese Reise eine meiner schönsten, da Irland mich wirklich verzaubert hat. Nicht nur durch seine Landschaft, sondern auch durch die vielen Mythen und Sagen, die sich in der Seele Irlands verbergen. Viele waren lustig, andere wiederum etwas traurig. Wie z.B., dass ein ganzer Straßenbau gestoppt werden musste, da ein Weißdorn (heiliger Feenbaum) auf der vorgegebenen Fahrbahn stand. Das war eine Katastrophe, da wenn man einem Weißdorn auch nur ein Zweig abbrechen würde, die Feen dein ganzes Vieh verfluchen und dein Land verkümmern lassen würden. Das wollte natürlich keiner, also hat man einen Priester organisiert, der eine Lösung finden sollte. Das Ende vom Lied war, dass die Straße einfach drumherum gebaut wurde und der Bau um acht Monate gestoppt wurde.

Andere Geschichten waren echt traurig, da ausschließlich früher die Katholische Kirche noch viel größeren Einfluss hatte. So durften Kinder, die vor ihrer Taufe gestorben sind, nicht auf heiligem Boden, also einem Friedhof, begraben werden. Daher hat man die Kinder immer unter einem Weißdorn begraben, damit die Feen sie beschützen und sie sicher in den Himmel auffahren kön-nen, auch wenn sie nicht getauft sind.

Was einem noch auffällt, sind die vielen Ruinen und Herrschaftshäuser. Ich war auch auf so einem Anwesen aus dem 19. Jahrhundert und ich finde es beeindruckend, was es früher alles gab. Aber dieses Herrenhaus war wirklich ulkig. Dort wurden in einem Raum zum Garten hin (was einen unglaublichen Anblick bot) nie die Gardinen geöffnet, weil die Herrschaften nicht sehen wollten, wie die Gärtner ihn jeden Tag pflegten. Die Familien hatte sich sogar 8 Jahre auf die Könige vorbereitet. Sie hatten ein riesiges Zimmer für sie herrichten lassen mit allem, was der Luxus damals bot. Der König blieb schließlich nur zwei Tage. Letztendlich kann ich sagen, dass es eine schöne Reise war und es sich auf jeden Fall nochmal lohnen würde, dorthin zu fahren.