Juli 2008
31. Ausgabe
auszugsweise
NSELGÖRN
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Der letzte Schultag der 10. Klasse
Der 18. Juni 2008 war der lang angestrebte Tag der Schüler von Klasse
10. „Endlich raus aus diesem Haus!!!“ stand an der Eingangstür geschrieben.
Schon morgens, als die Schüler den Schulhof betraten, erwartete sie eine Überraschung…
Denn Madlen, Johanna, Elisa, Jenny,
Caro und ihr „Helfer“ Ingmar Domrös waren den Abend zuvor bis spät nachts
damit beschäftigt, sämtliche Fenster der Schule mit blauen Säcken zu
bekleben. Auf denen standen dann einige nette Sprüche, wie: „Ach wie gut das
niemand weiß, das in die Schule gehen Freunde treffen heißt!“ Oder: „10
Jahre habt ihr versucht uns Benehmen beizubringen, doch es hat nichts
gebracht!“ In das Realschulgebäude zu kommen war fast unmöglich, denn auch
da haben sich die Abgänger was einfallen lassen. Sie haben Bänder vor die Tür
gespannt und alle mussten irgendwie versuchen, darunter durchzuklettern. In den
Klassenräumen warteten die nächsten Hindernisse auf uns. Die Türen waren mit
Klebestreifen zugeklebt und in den Räumen standen alle Stühle und Tische zu
einem großen Turm aufgestellt in der Mitte des Zimmers. Dazu kam noch, dass die
Heizungen im Raum der 9/10 auf 5 gedreht waren. Also kann man sich vorstellen,
dass es verdammt heiß war! Das machten sie auch nur, weil sich die Lehrer immer
beschwert haben, dass es in unserem Raum viel zu warm ist. Man konnte unser
Klassenzimmer mit einem Tropenhaus vergleichen. Die 8. Klasse schrieb in der 1.
Stunde eine Arbeit, diesmal jedoch ein bisschen anders als sonst … Ihre Tische
und Stühle standen in der Küche, also schrieben sie auf dem Boden.
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Zur
3. Stunde kam dann auch so langsam die 10. Klasse dazu. Die Mädchen trugen alle
„Blaumänner“ und darunter einen Bikini. Warm genug war es ja an diesem Tag!
Von der Feuerwehr haben sie sich extra ein großes Megaphon ausgeliehen, womit
sie für Stimmung auf dem Schulhof sorgten. Wir schauten zu, wie die 10. von
irgendwo her große Betonsteine und Gasbeton ranschleppte. Alle vier Steine
stellten sie dann in die Mitte des Schulhofes und legten neben jeden Meißel,
Hammer, eine Schutzbrille und eine Raspel. ‚Was haben sie damit nur vor?’,
fragten wir uns. Bis sie dann mit ihrem Megaphon alle Lehrer aufriefen. Die
beiden Frau Ewerts, Herr Thiede und Frau Dahlke sollten aus den Betonsteinen
Figuren meißeln. Dann konnte es auch schon losgehen. Die Vier meißelten was
das Zeug hielt. Und irgendwie hatten außer Frau Dahlke so ziemlich alle die
gleiche Idee: ein Gesicht im Stein, sehr einfallsreich. J
Sie hatten für ihre Gebilde so lange Zeit, bis der Erste fertig war und das war
Herr Thiede. Frau Martina Ewert hatte schon vorher aufgegeben … Nun musste
jeder erklären, was seine Figur darstellen soll. Herr Thiede hat aus dem grauen
Betonstein einen viergesichtigen Schulgeist namens „Schwuppie“ gemacht.
Dieser sollte die Gesichtsausdrücke der Schüler vor, während und nach dem
Unterricht darstellen. Frau Ewert und Frau Ewert hatten sich ihre Figuren zwar
etwas anders vorgestellt, aber die Gesichter waren trotzdem zu erkennen. Frau
Dahlke meißelte aus ihrem Stein einen Menschen, zumindest andeutungsweise. Doch
sie hatte es am einfachsten, denn im Gegensatz zu den anderen hatte unsere
Kunstlehrerin den Gasbetonstein. J
Als Sieger wurde der Mathelehrer Herr Thiede gekrönt. Sein Stein ist immer noch
auf der Schultreppe zu bewundern…
Jetzt ging es ab zur nächsten Station: Die 10. holte eine Menge abgemähtes
Heu ran und darin versteckten sie 2 kupferne Nägel. Wie man sich nun denken
konnte, sollte der „Nagel im Heuhaufen“ gesucht werden. Auserwählt für
diese Aufgabe wurden Frau Apelt und Frau Piechocki. Hoch konzentriert fingen sie
dann ganz eifrig an zu suchen. Die Zeit verging und es hatte immer noch keiner
der beiden einen Nagel gefunden. Die 10. beschloss, dass sich die Lehrerinnen
jeweils einen Schüler zur Hilfe holen durften. So wurde nun schon zu viert
gesucht. Zum Schluss wühlte dann die ganze Schule im Heu herum bis Jonny
wenigstens einen der Nägel fand. Nach dieser Aufgabe ging es weiter zur
„Modenschau“. Ja… unsere Lehrer haben eine Modenschau in blauen Müllsäcken
auf dem Schulhof veranstaltet. Ein Bild, das man sicher nicht alle Tage zu sehen
bekommt! =) Hierbei ging es darum, aus einem blauen Sack das schickste Outfit zu
basteln - in möglichst kurzer Zeit. Dabei kamen am Ende wirklich bezaubernde
Kreationen raus… Vielleicht steckt ja in dem einen oder anderen Lehrer unserer
Schule ein begabter Designer! Herrn Thiedes sportliches Outfit war sehr
praktisch bei regnerischem Wetter und erinnerte irgendwie ein bisschen an Rotkäppchen.
Warum ist auf dem Foto wohl deutlich zu erkennen! Jetzt mussten die Kostüme wie
auf einem richtigen Laufsteg präsentiert werden. Das war natürlich die größte
Belustigung die man sich vorstellen kann. Wir Schüler haben uns halb todgelacht
und die Lehrer waren sich nicht zu schade ihre Werke wie auf großen
Modenschauen zu präsentieren. Ob sie nun professionell genug waren, bleibt
jedoch fraglich… Ich glaube, so was bekommt man an anderen Schulen nicht
zusehen, also wie Lehrer in blauen Säcken über den Schulhof staksen. Das war
bestimmt ein schöner letzter Anblick für die 10. Klasse, so werden sie ihre
ehemaligen Lehrer sicher noch lange in Erinnerung behalten. Als die Lehrer sich
langsam aus den Säcken befreit hatten, mussten sie gleich zur nächsten
Station, dem Volleyballnetz, das aus den Kartenständern und einem großen Netz
gebaut wurde. Auf dem Weg war haufenweise Sand verteilt, denn das Ganze sollte
aussehen wie am Strand. Neben den Lehrern spielten auch noch einige Schüler mit
und auch beim Volleyball spielen schlugen sie sich nicht schlecht. Am Ende waren
alle vollkommen erschöpft und damit war das Programm der 10. beendet. Zum
Schluss wurden noch Süßigkeiten aus dem Fenster geworfen und die Schüler
schupsten sich umher, nur um die besten Sachen abzubekommen. (Ein Phänomen, das
man jedes Jahr beobachten kann)
Meiner
Meinung nach war dieser letzte Schultag der lustigste und ausgefallenste, den
ich in meinen 9 Jahren Schulzeit je erlebt habe! Und jetzt, wo die 10. weg ist,
herrscht in unserem Schulgebäude eine unheimliche Totenstille… J
Madlen
Albrecht
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Wandertag
in den Rügen- Park Gingst
Die Klasse 1/2 wollte an ihrem 2. Wandertag in den Rügen Park. Morgens
ging es mit dem ersten Schiff ab den verschiedenen Orten los. Frau Albrecht und
Frau Rahn begleiteten uns. Mit dem Bus fuhren wir bis nach Gingst und wanderten
zum Rügen- Park. Da dieser erst um 10.00 Uhr öffnete, frühstückten wir auf
der Wiese. Pünktlich 10.00 Uhr standen wir am Eingang. Nach einer Runde mit der
Bahn „Emma“ sahen wir uns einige Bauwerke genauer an. Besonders
interessierten uns die Schiffe und die Insel Rügen. Nun konnten wir endlich zu
unserem geliebten Spielbereich. Jeder fand seinen Favoriten.