Auszüge aus der 45. Ausgabe - Sonderausgabe und der 46. Ausgabe

3 Jahre Line Dance

Es war ein Mal, vor langer, langer Zeit …,

wenn man zurückdenkt, wie wir am 1. Juli 2007 mit dem Line Dance begonnen haben. So kamen wir auch mit Hansi in Templin ins Gespräch. Eigentlich hatten wir vor mit dem Square Dance anzufangen. Um viele Ecken kannte eine Verwandte von Frau Barth einen Square Dance Lehrer. Doch als uns Hansi zum ersten Mal besuchte, stellte sich heraus, dass er ein Line Dance Lehrer ist. Okay, dachten wir uns, dann fangen wir eben damit an. 

Zur ersten gemeinsamen Stunde fanden sich dann auch andere von uns beim Line Dance ein. Hansi war zu der Zeit noch in Begleitung hier. So konnten sie uns auch erst mal ein paar Tänze vormachen um zu zeigen, was Line Dance bedeutet. Damals waren noch Ingmar und Karoline die „Großen“ in der AG. Der erste Tanz, der Bebop, brachte schon reichlich Verwirrung mit sich: Rechter Fuß nach rechts, hinterkreuzen, rechts zur Seite und „titsch“. Da verknotet man sich doch die Beine oder wie soll das funktionieren? Ja damit hatten wir so einige Probleme. Am zweiten Tag klappte es schon besser mit dem „Be Bop“. Gerade einmal den auf die Reihe bekommen, fing Hansi schon mit dem nächsten Tanz an, dem „Tell Me Ma“ von Shamrock. Ingmar und Karoline hatten diesen auch schnell drauf und erlernten am dritten Tag dann noch den „Chattahochee“. Als Hansi dann das zweite Mal zu uns kam, freute er sich über den nächsten Zuwachs in der Gruppe. Wiederholen stand auf dem Plan, da Martin, Daniel, Max und einige weitere der Gruppe beitraten. Gleichzeitig verließen auch Madlen, Doreen und Nicole die Gruppe. Der bis dahin größte Auftritt war im September 2007 zum Sanddornfest. Im November 2007 war Hansi schon wieder bei uns, mit dem „Crime of Passion“. Der neue Paartanz machte besonders Frau Piechocki und Frau Barth sehr viel Spaß. Nach dem Winter stand ein weiterer großer Auftritt an. Zum Frauentag im März 2008 tanzten wir dort unsere 4 Tänze vor.

Zwar noch etwas stockend und mit kleinen Fehlern, aber schon sehr gut. Den Frauen der Insel brachte das viel Spaß, Freude und Laune zum Feiern. Im Mai 2008 lernten wir von Hansi den „Boot scootin’ Boogie“. 

Zum Fest vor dem Nationalparkhaus zum 10-jährigen Bestehen stand uns Hansi auch bei. Der „Hilly Billy Rock“, auf dem Schulflur gelernt, gelang uns Jungs und Hansi schon sehr gut. Beim Hilly Billy fehlte dann aber auch der Anfangsschritt, was den Start in den Tanz ein bisschen schwieriger gestaltete.

Schon Anfang Juni 2008 besuchte er uns wieder. Etwas Schnelles sollte her, wie es unser Wunsch beim letzten Besuch war. Unsere Erwartungen wurden schwer übertroffen. Mit dem „Zorbas“ legte er uns ein ordentliches Stück Holz vor die Füße.

In diesem Monat entstanden auch unser erstes Gruppenfoto, privates CD-Cover und die erste Vorführung auf dem Schulhof fand statt.

Das war in diesem Monat aber nicht der einzige Besuch von Hansi. Am 27. Juni  kam er nicht allein, eine ca. 22 Mann starke Gruppe stand zur Verstärkung hinter ihm. Es waren unter anderem die Line Dance- und Gruppenleiterin und die Tanzlehrerin  von Hansi dabei. Wir merkten gleich, wie viel Power die Gruppe hatte. Am frühen Mittag ging es dann zum Üben, mit viel Elan waren alle dabei. Ca. 13.00 Uhr war der große Moment gekommen. Nach aufhörendem Regenwetter bauten wir zum ersten Mal unsere Technik auf. Vor dem „Edeka“ hatten wir unseren ersten Auftritt unter freiem Himmel an diesem Tag. Von Herrn Sachse kostenlos mit Getränken versorgt, ging es dann mit 2 spendierten Kutschen ab nach Kloster zum Hafen. Leider hatten wir dort nicht so viel Glück und mussten einige Zeit warten, bevor unserer zweiten Tanzperiode anfangen konnte. Von relativ viel Publikum beobachtet, zogen wir unser Programm durch. Nach viel Applaus ging es dann mit den Kutschen zurück nach Vitte an den Hafen. Auch dort machten wir länger Halt für einen Auftritt. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich auch die Sonne zu uns verirrt. Nach einer gelungenen halben Stunde ging es zu unserem letzten Stopp am „Godewind“. Dort zeigten die Ranziner ihre eigene kleine Version einer „Horst Schlämmer Flirtattacke“. Der Abend ging dann mit weiteren drei Tänzen zu Ende. Danach bekamen wir kostenlos vom „Sanddorneck“ einen großen Topf Soljanka spendiert. Diese schmeckten allen äußerst gut. Am nächsten Tag machten sich alle Ranziner schon wieder auf den Heimweg. Von unseren Besuchern und Hansi erfuhren wir vom „Eldorado Templin“ und dass sie dort auch schon gewesen seien. Also machten wir uns die nächsten Tage mal im Internet auf die Suche danach. Dann, im nächsten Schuljahr, also September 2008 fuhren wir für 3 Tage in das Western-Eldorado. In Templin angekommen war der erste Eindruck überwältigend. Im Gemeinschaftsraum des Forts ging es an die Arbeit, Tische und Stühle zur Seite schaffen. Hansi hatte einen unserer heutigen Lieblingstänze den „Whisky“ „mitgebracht. Wider Erwarten hatten wir diesen schnell und gut drauf. Hansi musste sehr hart ran, denn der „Country Walking“ und der „Black Coffee“ sollten nach unserer Meinung auch noch „unsere“ werden. In der Zeit im Eldorado besuchten wir noch die Westernshow draußen und die Westernshow in der Concert & Dance Hall, die Indianertänze, die Greifvogelshow und vieles mehr. Auch ein Tanz mit den Mitarbeitern in der Dance Hall war für uns möglich. Dort zeigten wir auch schon mit Bravour unseren Neuen, den Whisky. Die Abreise sahen viele als schade an. Wir hatten sehr viel Spaß, es war ein gutes Feeling, nette Leute, auch wenn wir in dem Steakhaus Milchreis zu essen bekommen sollten. Vom 25. bis zum 27.November traute sich Hansi wieder zu uns. Es galt den „Country Walking“ und „Whisky“ zu festigen.

Im neuen Jahr 2009 gab es wieder ein paar Veränderungen. Die Zeit rückte immer näher, zu der Steven und Daniel unsere Gruppe verlassen würden. Eine große Herausforderung, das 3-stündige Line Dance Programm zum Frauentag, wurde fast ausschließlich von uns gestaltet und geplant. Wegen des Programms kamen viele Gäste mehr. Der Nachmittag bereitete uns und den Besuchern sehr viel Freude. Viel Lob aber auch ein wenig Kritik bekamen wir zu hören. 10 Tänze, einige Spiele und ein Quiz umfasste unser Programm. Auch in einer Reportage des NDR über Hiddensee im Winter hatten wir einen kleinen Auftritt. Im Sommer kam es wieder zu einem Auftritt beim Sanddornfest und auf der Wiese bei der Gaststätte „Heiderose“.  Der nächste Auftritt war auf dem Schulhof zur Übergabe des Zertifikats „Gesunde Schule“. Die Juroren waren von uns auch sehr begeistert. Eine Planung für den nächsten Besuch in Templin fand auch schon statt. Es gab im Jahr 2009 einen Auftritt bei Bauer Lange in Mursewiek, der viel Freude zur Krönung der Spargelkönigin brachte. Am Ende des Schuljahres brachte Steven uns noch den „Trail“, Martin und Max den „Not Fair“ bei. 2010 gestalteten wir wieder das Programm zum Frauentag mit. Die Kleinen legten los mit „Be Bop“, „Cowboy und Indianer“, sowie „Schustertanz“. 15.30 Uhr legten dann die „Großen“ los. Mit dem „Trail“, „Cotton Picking Morning“ und dem „Whisky“ legten wir einen guten Start hin. Es folgte der „Cowboy Charleston“, „Fisher’s Hornpipe“ und der „Not Fair.

Danach kamen der „Boot Scootin’ Boogie“, „Country Walking“ und der „Klatschtanz“. Wir endeten mir „Zorbas“, „Russentanz“ und dem „Hilly Billy Rock“. Als Zugabe mit den Line Dance Frauen gab es noch den „Tell Me Ma“. Die zweite Templinreise fand vom 18. bis zum 20. Mai statt. Es war wieder sehr schön und wir haben den „Crazy Foot Mambo“ und einige den „101er“ gelernt und den Black „Coffee“ wiederholt.

Unser letzter gemeinsamer Auftritt wird am 20. Juni bei Bauer Lange zum letzten Spargelessen sein.

Diese drei Jahre Line Dance haben uns sehr geprägt, viel Spaß bereitet und unser Können und Talent für diese Tanzform gefördert.

Ich möchte mich  für diese drei schönen Jahre bedanken, besonders bei Frau Piechocki, Frau Barth und Hans-Jürgen Hütter (kurz Hansi), dass sie so viel Zeit, Geduld und Geld in unsere tolle Gruppe investiert haben.

Ich denke, es war für alle eine sehr schöne Zeit und hoffe auch darauf, dass das Projekt mit der Tanzschule „Hansi“ weiter geführt wird.

                                                                                                                             Max